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Freundschaft ist ein subjektives Wort. Weil es jedes Mal eine andere Bedeutung hat.

Im Moment hat es für mich die Bedeutung von Verrat, Hinterhältigkeit und mangelender Fairness.

Ich hätte nie gedacht, dass Freunde, die man "nur" aus dem Internet kennt, einem so weh tun können. Dabei sind das die intensivsten Freundschaften, weil man sich viel mehr öffnet, wenn man sich nicht Auge in Auge gegenübersteht oder -sitzt.

Gehen solche Freundschaften aber dann in die Brüche, tut es sehr weh. Werden diese "Freunde" dann aber hinterhältig, unfair, gemein und verräterisch und verbreiten Lügen, dann ist das sehr verletzend.

Doch man kann das noch steigern.

Verbünden sie sich zu einem Haufen verräterischer Wesen, die einem versuchen, die eigene hart aufgebaute Existenz zu zerstören, dann ist das so verletzend, dass dieses dumme Ding in der Brust so schwer wird, dass sich einem ein dicker Kloß im Hals bildet, den man einfach nicht runterschlucken kann.

Es gibt nicht viel, womit ich mich auskenne. Aber es gibt zwei Dinge. Und das sind die Justiz und Nagetiere. 

Auf Nagetieren, deren Vermittlung und deren Hilfe habe ich meine gesamte Existenz aufgebaut, weil das alles ist, was ich kann. Ich kann nunmal nicht viel. Ich kann nur das bisschen!

Und wenn man mir das kaputt machen will, um sich an mir zu rächen, dann ist das so dermaßen gemein, das ich dafür nicht mal Worte finde.

Ich frage mich ohnehin schon jeden Tag, was in Gottes Namen mich überhaupt weiter treibt. Mein Lebenswille ist es bestimmt nicht.

Das bedeutet nicht, dass ich den Glauben in Freundschaft verloren habe. Gerade erst heute habe ich eine wunderschöne Geburtstagskarte für Chirin gekauft. Mit der ich ihr sagen möchte, wie wichtig sie mir ist.

Aber meine "nur Internet-Freunde" machen es einem beinah unmöglich, sich auf jemanden einzulassen. Weil man immer Angst haben muss, am Ende allein zu sein...

17.9.09 16:59


Roman und ich waren von 2002 - 2003 jeden Tag zusammen. Jeden Tag - immer!

Und dann, von heute auf morgen, hab ich meinen besten Freund einfach verloren. 

Das ist nicht so einfach, wie sich das alle vorstellen. Das ist nicht so ne Lapalie, für die sie alle halten.

Sogar jetzt - 2009!! - träume ich nachts von Tagen, an denen wir zusammen waren, gemeinsame Dinge unternommen haben. Wir rumgealbert haben und gelacht.

Und ich würde den anderen gern sagen, was das ist. Das nennt man Sehnsucht! 

15.6.09 18:01


Der Druck wächst wieder in mir und ich weiß kein Ventil. Nur eins und das darf ich nicht tun. Sven hat mir doch schon alle scharfen Gegenstände weggenommen.

Aber das ist das einizige, was funktioniert.

Es ist, als würde ich in der Mitte durchreißen. Ein riesengroßes Loch, das in meiner Brust klafft.

Ich fühle mich wie in einem Schwebezustand; wie in einer Luftblase. Abgeschnitten von der Außenwelt; atme meine eigene Luft.

Die anderen können mich nicht erreichen. Ich kann die Regentropfen auf dem Fenster sehen, aber nicht hören, dass jemand mit mir spricht.

Und ich weiß, er könnte mich fliegen sehen und auch mit einem Wort zum Absturz zwingen. Aber dafür müsste er sich für mich interessieren.

Alle paar Tage sehe ich sein Bild und in meinem Innersten liefern sich Hoffnung, Liebe und Wut, gemischt mit Hass einen Kampf, der körperlich spürbar ist. 

Aber inzwischen ist es nicht nur er, der mich aus der Bahn wirft. Mein Vater hat das Trinken wieder angefangen. Meine Familie bricht auseinander und ich stehe mitten dazwischen und kann nichts dagegen tun.

Ich frag mich die ganze Zeit, warum ist er so dumm? So geht es nicht weiter. Ich stehe hier mit meinen beiden Füßen im Leben und sehne mich nach Freiheit.

Und an Tagen, wie heute, wo ich allein bin und niemand da ist, der an meiner Seite ist, der mir helfen kann, dann versinke ich in Depressionen und kann keine 2 m weiter denken. 

Sie sagen Zeit heilt die Wunden. Aber ich verliere die Geduld! Es wird nicht besser. Tagelang geht es gut und nichts geschieht. Und dann fährt es vom Himmel hernieder, wie ein Blitz und trifft mich im Innersten; zerreißt mich in der Mitte und ich muss all meine Kraft aufwenden, um die Stücken meines Herzens zusammen zu halten. 

Ich rieche die Hautcreme im Badezimmer und denke an Spanien. Plötzlich ist alles wieder da. Augelöst durch einen Geruch. Ich schließe unweigerlich die Augen und fühle wieder den Sand unter meinen Füßen; den Regen, der meine Knöchel umspült und die Tränen auf meinem Gesicht. Kann kaum atmen, weil das Schluchzen mir jede Möglichkeit nimmt, Luft zu holen.

In meiner Brust zerspringt alles und der Schmerz ist körperlich spürbar. Dann öffne ich die Augen und stehe im Badezimmer, mit einem zerborstenen Tigel Creme zu meinen Füßen und ich fühle mich der Realität so fern, als wäre ich auf einem anderen Planeten aufgewacht.

Danach ist es einfach nur kalt und es kostet mich jede Kraft, die ich irgendwie aus mir herauspressen kann, nach außen hin zu tun, als wäre alles gut. 

An Tagen wie heute fühlt es sich an, als würde jeder mir die Schuld für alles geben! Mein Verstand - ich verlier ihn. 

Ich hab das Gefühl, mir wird sogar die Schuld für die Erdgravitation gegeben! Dabei gebe ich doch wirklich alles, um es jedem recht zu machen. 

Ich würde so gern alles loslassen, aber ich bin zu sehr damit verwachsen...

22.5.09 14:32


Ich merke, dass ich mit der Sache Spanien noch nicht durch bin. Vorgestern habe ich von Roman geträumt und letzte Nacht von Debby.

Vorgestern Nacht habe ich geträumt, dass Roman und ich in einem Saal mit vielen Bildern an der Wand standen. Darunter ein Bild von uns beiden, wie wir mit albernen Fratzen in die Kamera schauen.

Ich hab zu Roman gesagt, dass das niemals wieder so sein würde. Und er sagte, ich solle nicht wieder damit anfangen - das sei vorbei. Es täte ihm leid. Warum ich es nicht vergessen könne.

Ich antwortete, dass ich das Ereignis vergessen möchte - aber ihn nicht. Und weil meine Psyche dieses Ereignis mit ihm verbindet, kann ich es nicht vergessen.

Ich will ihn nicht vergessen - meinen besten Freund! 

Da hat er sich zu mir rumgedreht und mich einfach in den Arm genommen. Einfach nur in den Arm genommen. Ohne Worte, ohne irgendwelche beziehungstechnischen Hintergründe. Einfach wie ein Freund einen Freund in den Arm nimmt.

Und das hat mir unheimlich viel bedeutet.

Wir standen beide einfach Arm in Arm da; mein Kopf an seiner Brust; sein Kinn an meiner Stirn und er hat langsam über meinen Kopf gestrichen.

Das hat soooo gut getan. Dass er einfach nur da war und ich gespürt habe, dass er verstanden hat. 

Und dann letzte Nacht der Traum von Debby. So feindseelig, so fies. Ich war fies. Zu ihr. Dabei wollte ich das niemals wieder sein.

Diese beiden Träume haben dazu geführt, dass die beiden vergangenen Tage ne Minihölle waren. 

25.4.09 23:36


Ich hab Angst den Verstand zu verlieren. An Tagen wie heute ist es, als würde die Sonne sich über mich kaputtlachen. Ironisch, wie sie ist, strahlt sie auf mich runter, während es dunkel, trist in mir drin ist.

Ich weiß nicht, was ich getan habe, dass ich immer wieder solche Strafen auferlegt bekomme. Echt. Ich muss ein verdammt schlechter Mensch sein.

16.4.09 13:24


Ich such etwas, das anders ist. Das mich vergessen lässt, dass er nicht mehr da ist, aber das meine Erinnerung bleiben lässt.

Es ist faszinierend, wie ich tagelang schlafe, ohne zu träumen und dann - ganz plötzlich - träume ich wieder von ihm.

In dem Falle ging es um eine Verletzung. Er hatte eine Verletzung am Oberarm. Sie sah wie eine Bissverletzung aus. Ich hatte sie entdeckt und wollte wissen, woher sie stammte. Er antwortete nicht. Ich war sauer.

Ein Streitgespräch folgte. An den Wortlaut kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich erinnere mich nur noch, dass ich am Ende einen Blutgeschmack im Mund hatte, mit Schrecken festgestellt hatte, dass ich diejenige war, die ihn gebissen hatte und damit wachte ich auf.

Ich bin manchmal so verwirrt, wenn ich aufwache...

24.3.09 22:47


Es ist so merkwürdig. Ich habe "Biss zum Morgengrauen" gelesen und "Twilight" läuft im Kino.

Ich versuche nicht daran zu denken und dann träume ich plötzlich wieder jede Nacht von ihm. 

Ein Stück weit, gleicht sich die Geschichte. Es besteht eine Liebe, die nicht sein darf. Eine Liebe, die gefährlich ist und einen von beiden das Leben kosten kann.

Als ich das Buch gelesen habe, dachte ich, jemand hätte in meinen Kopf gesehen und Dinge heraus geschrieben.

Diese extreme Blässe; die beinahe Durchsichtigkeit der Haut bei Sonnenschein; das perfekte Aussehen; die perfekte Aussprache; das Wechseln der Augenfarben...

Wie kann das sein? Diese nahezu perfekten Zähne, die Eckzähne, die man nur sieht, wenn man genau hinschaut? Wie ist das möglich? Wie ist es möglich, dass jemand ein Buch darüber schreibt und das auch noch verfilmt wird?

Und dass alle es sehen, aber keiner es glaubt? 

Sie müssten ihn sehen - Roman. Dann wüssten sie, was wahr ist und was nicht. Und wenn seine Freundin wüsste, was er ist, würde sie ihn mit Sicherheit nicht heiraten wollen. Es ist sowieso schon merkwürdig genug, dass sie ihm noch keine Fragen gestellt hat.

 

10.2.09 13:45


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